Pädagogik

Wie wir arbeiten und warum

Jedes Kind bekommt bei uns einen festen Mentor, der über die ganze Zeit bleibt. Mit ihm ist es viel draußen unterwegs, beim Paddeln, Klettern oder am Feuer. Dort merkt es, was es kann. Gleichzeitig arbeiten wir mit den Eltern, denn was sich beim Kind ändert, muss auch zu Hause ankommen. Erst wenn das alles zusammenkommt, wirkt die Hilfe.

  • Ein fester Mentor für jedes Kind
  • Erlebnispädagogik seit 1996
  • Die Familie wird immer mitgedacht
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Erlebnispädagogik

Draußen zeigt sich, was in einem steckt

Paddeln, Klettern, Feuer machen, mehrtägige Touren: Das klingt nach Ferienprogramm, ist aber Methode. Draußen gelten einfache, ehrliche Regeln. Wer den Fels hochkommt, hat es selbst geschafft, das kann ihm keiner absprechen. Kinder, die in der Schule nur Misserfolge kennen, erleben hier zum ersten Mal seit langem: Ich kann etwas. Dieses Selbstvertrauen nehmen sie mit in den Alltag. Unsere Wurzeln in der Erlebnispädagogik reichen bis 1996 zurück, viele unserer Mitarbeiter sind ausgebildete Natursport-Fachkräfte.

Mentorenpädagogik

Ein Mensch, der bleibt

Viele unserer Kinder haben erlebt, dass Erwachsene kommen und gehen. Deshalb bekommt jedes Kind bei uns einen Mentor oder eine Mentorin, und zwar für die ganze Zeit der Hilfe. Ein Mentor ist mehr als ein Betreuer. Er ist Ansprechpartner, Beschützer und manchmal Dolmetscher zwischen Kind und Eltern, wenn beide Seiten einander nicht mehr verstehen. Er hält auch dann durch, wenn das Kind ihn testet. Gerade daran wächst das Vertrauen.

Arbeit mit der Familie

Das Kind lebt nicht im luftleeren Raum

Ein Kind kann sich noch so gut entwickeln: Wenn zu Hause alles beim Alten bleibt, verpufft der Fortschritt. Deshalb gehören die Eltern von Anfang an dazu. Wir führen Familiengespräche, unterstützen bei Ämtern und Schule, bieten eigene Angebote für Väter und Mütter und sind da, wenn es kracht. Ziel ist eine Familie, die uns irgendwann nicht mehr braucht.

Jungen und Mädchen

Männer betreuen Jungen, Frauen betreuen Mädchen

Das ist bei uns Prinzip. Viele unserer Kinder haben unzuverlässige oder fehlende Vorbilder ihres eigenen Geschlechts erlebt. Ein Junge, der zu Hause ohne Vater aufwächst, braucht einen Mann, an dem er sich orientieren kann. Ein Mädchen braucht eine Frau, der sie vertrauen kann, auch bei Themen, die sie keinem Mann erzählen würde. Unsere Betreuerinnen und Betreuer sind dafür geschult, die Anfänge der Abenteuerschule liegen in dieser Arbeit.

Für Jugendämter und Fachkräfte

Mentorenpädagogik in Anlehnung an Steve Biddulph, geschlechtsspezifische Zuordnung der Fachkräfte (Genderpädagogik), erlebnispädagogische Einzel- und Gruppenmaßnahmen einschließlich mehrtägiger Langzeitmaßnahmen, systemische Eltern- und Familienarbeit mit eigenen Väter- und Mütterangeboten, psychologischer und psychotherapeutischer Fachdienst, Krisenintervention. Erlebnispädagogische Tradition seit 1996 (Abenteuerschule Futhuk, vermutlich erste erlebnispädagogische Jugendhilfeeinrichtung Bayerns).